
Das Londoner Finzanzviertel
Das Londoner Finanzviertel, mitten in der City of London gelegen, ist eines der ältesten Banken- und Finanzviertel in Europa. Schon die Römer hatten hier, im östlichen Teil von Londons Innenstadt, ihre Finanzgeschäft abgewickelt. Heute ist dieses Labyrinth aus alten Gassen und Plätzen, Schnellstraßen und modernen Hochhäusern weltweit auf Platz Nr. 1 der Finanzgeschäft, noch vor New York. In etwa 10 Prozent der britischen Wirtschaftsleistung und 50 Prozent des weltweiten Aktienhandels werden hier geleistet. Das Umsatz- und Flächenwachstum des Londoner Finanzzentrums in der letzten Dekade waren rasant, und ein Ende ist nicht abzusehen. Jeder der etwas auf sich hält, hat hier in der Nachbarschaft alteingesessene Anlieger wie der Bank of England oder der Versicherungsbörse Lloyds of London eine Niederlassung.
Mit der Öffnung und kontinuierlichen Erweiterung des europäischen Binnenmarktes hat sich auch die Versicherungslandschaft mit ihren Angeboten für deutsche Versicherungsnehmer grundlegend verändert bzw. erweitert. Insbesondere britische Anbieter haben hier in den letzten Jahren das Rennen gemacht, denn sie bieten attraktive Abschlüsse und Konditionen an. Das EU-Recht sieht vor, dass die Anbieter hierfür auch Niederlassungen z. B. in Deutschland gründen können, wo rechtskräftig Verträge geschlossen werden können. So ist die britische Versicherungsbörse Lloyds of London sich mittlerweile auch in Deutschland etabliert.
Wer sich heute noch bei seiner Altersvorsorge allein auf den Staat verlässt, ist entweder verlassen oder braucht sich um seine finanzielle Absicherung im Alter keine Sorgen zu machen. Da Letzteres bei den wenigsten der Fall sein dürfte, sind private Renten- und Lebensversicherungen ein großes Segment unter allen angebotenen Versicherungen. Britische Lebensversicherungen haben einen Anteil von 18 Prozent auf dem gesamteuropäischen Versicherungsmarkt. Dies spricht für sich und ist gleichzeitig ein Hinweis darauf, wie begehrt die britischen Angebote mittlerweile europaweit geworden sind. Die grosse Tradition des seit über 200 Jahren bestehenden britischen Versicherungsmarktes spielt hierbei eine nicht unerhebliche Rolle.
Was ist der große Unterschied, der deutsche Versicherungsnehmer zum Abschluss einer britischen Renten- oder Lebensversicherung motiviert? In den meisten europäischen Ländern gibt es eine sogenannte Kapitalanlagepolitik. Für Deutschland bedeutet dies beispielsweise, dass die dort ansässigen Versicherungsgesellschaften gesetzlich dazu verpflichtet sind, den Versicherten eine hohe Garantie bezüglich der Ablaufleistungen zu bieten und einen Rückkaufswert zu garantieren. Dies ist in der Regel bei britischen Versicherern anders, so dass hier auf die Menge der Gesamtversicherten gerechnet den britischen Versicherungsgesellschaften ein erhöhtes Kapitalvolumen zur Verfügung steht. Dies können sie dafür nutzen, um beispielsweise in gemischte Anlagen, wie Aktien oder Aktienfonds, zu investieren. Dadurch erzielen die britischen Anbieter höhere Renditen, die sie gerne an ihre Versicherten weitergeben.
Hauptmenu
Museen
- London Science Museum
- Natural History Museum
- Royal Observatory Greenwich
- Science Museum Swindon
- Transportation Museum London
- Environmental Room